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Standards zum Schutz von Kindern und Jugendlichen
Fassung vom 8. Oktober 2026
Auf einen Blick
- Der Schutz von Kindern und Jugendlichen geht bei Ambrio allem anderen vor – auch Wachstum, Reichweite und den Interessen von Partnern.
- Während der geschlossenen Testphase ist Ambrio nur für Personen ab 18 Jahren bestimmt. Ab dem öffentlichen Start ist Ambrio ab 16 Jahren nutzbar, mit zusätzlichem Schutz für 16- und 17-Jährige (Ziffer 12). Personen unter 16 Jahren dürfen Ambrio nie nutzen.
- Wir dulden keinerlei sexuelle Ausbeutung, keinen sexuellen Missbrauch und keine Sexualisierung von Kindern und Jugendlichen – weder echt noch gezeichnet, gespielt oder mit künstlicher Intelligenz erzeugt.
- Wir dulden keine Darstellung, Verherrlichung oder Androhung von Gewalt gegen Kinder und Jugendliche.
- Niemand darf über Ambrio Minderjährigen Alkohol anbieten. Inhalte, die Rausch und übermässiges Trinken verherrlichen, sind für alle verboten. Jugendlichen zeigen wir keine Lokale, deren Schwerpunkt Alkohol ist, und keine Quests und Angebote dieser Lokale.
- Verstösse kannst du jederzeit in der App über das Menü «⋯» beim Inhalt oder Profil (eine Nachricht hältst du gedrückt) oder per E-Mail an safety@ambrio.app melden. Ist ein Kind in unmittelbarer Gefahr, ruf sofort die Polizei an (117).
- Wir prüfen jede Meldung innerhalb von 48 Stunden, auch am Wochenende, und behandeln Meldungen zu sexueller Ausbeutung und unmittelbarer Gefahr zuerst. Verbotene Inhalte entfernen wir, Konten von Täterinnen und Tätern sperren wir dauerhaft, und Fälle von sexueller Ausbeutung oder Gewalt gegen Kinder melden wir den zuständigen Behörden.
1. Wer wir sind
1.1 Ambrio wird von Lorenzo Sivillica, Constantijn Brenninkmeijer und Jannis Bannwart betrieben, die das Projekt «Ambrio» als einfache Gesellschaft verfolgen, Kirchmattstrasse 32, 6312 Steinhausen, Schweiz («wir»).
1.2 Die Gründung der Ambrio GmbH mit künftigem Sitz in Steinhausen ist in Vorbereitung; die Gesellschaft ist noch nicht im Handelsregister eingetragen. Bis sie ihre eigenen Nutzungsbedingungen und ihre eigene Datenschutzerklärung auf ambrio.app veröffentlicht, bleiben Lorenzo Sivillica, Constantijn Brenninkmeijer und Jannis Bannwart Betreiber der Website und der geschlossenen Testphase und Verantwortliche für die Bearbeitung der Personendaten.
2. Zweck und Grundsätze
2.1 Diese Standards legen fest, welche Inhalte und welches Verhalten auf Ambrio verboten sind, wie wir Kinder und Jugendliche schützen, wie du Verstösse meldest und was wir nach einer Meldung tun.
2.2 Für uns gelten folgende Grundsätze:
- Kindeswohl zuerst. Ist unklar, ob ein Inhalt oder ein Verhalten ein Kind gefährdet, entscheiden wir zugunsten des Kindes.
- Null Toleranz. Bei sexueller Ausbeutung, sexuellem Missbrauch und Sexualisierung von Kindern gibt es keine Verwarnung und keine zweite Chance.
- Strenger als das Gesetz. Diese Standards gehen bewusst weiter als das Strafrecht. Ein Inhalt kann auf Ambrio verboten sein, auch wenn er nicht strafbar ist.
- Schutz durch Gestaltung. Wir gestalten Ambrio so, dass Gefährdungen möglichst gar nicht erst entstehen (Ziffer 13), statt uns nur auf Meldungen zu verlassen.
- Ehrlichkeit. Wir beschreiben hier nur Schutzmassnahmen, die tatsächlich umgesetzt sind. Wo eine Massnahme Grenzen hat, sagen wir es.
3. Geltungsbereich
3.1 Diese Standards gelten für die Ambrio-App (Testversion und öffentliche Version), die Website ambrio.app und den Partnerbereich.
3.2 Sie gelten für alle Inhalte und jedes Verhalten auf Ambrio, namentlich für Profile, Benutzernamen, Profilbilder, Beiträge, Fotos, Videos, Kommentare, Chat- und Sprachnachrichten, geteilte Standorte, Gruppen, Einladungen, Bewertungen, Erinnerungen, Quests, Belohnungen, Partnerprofile, Partnerangebote, gesponserte und hervorgehobene Inhalte sowie Push-Mitteilungen und E-Mails.
3.3 Sie gelten auch für Verhalten ausserhalb der App, wenn es über Ambrio angebahnt wurde, insbesondere für Treffen und Aktivitäten, die über Ambrio geplant werden.
3.4 Sie gelten für alle Nutzerinnen und Nutzer, für Partner und ihre Mitarbeitenden sowie für alle Personen, die für Ambrio arbeiten.
3.5 Diese Standards sind Teil unserer Nutzungsbedingungen und unserer Partnerbedingungen. Wer sie verletzt, verletzt diese Bedingungen.
4. Begriffe
4.1 Kind im Sinne dieser Standards ist jede Person unter 18 Jahren. Damit sind auch 16- und 17-Jährige geschützt, selbst wenn sie sich nicht als Kinder fühlen. Wo wir zwischen Altersgruppen unterscheiden, sprechen wir von «Personen unter 16 Jahren» und von «Jugendlichen» (16 und 17 Jahre). Statt «Kind» sagen wir manchmal auch «Minderjährige»; gemeint ist dasselbe.
4.2 Darstellung umfasst Fotos, Videos, Tonaufnahmen, Texte, Zeichnungen, Animationen, Comics, Puppen, Avatare und Inhalte, die ganz oder teilweise mit künstlicher Intelligenz erzeugt oder bearbeitet wurden. Es kommt nicht darauf an, ob die dargestellte Person echt ist.
4.3 In sexuellem Zusammenhang gilt als Darstellung eines Kindes auch eine Darstellung, in der eine erwachsene Person als Kind auftritt oder als Kind dargestellt wird, etwa durch Kleidung, Sprache, Beschreibung oder Bearbeitung.
5. Mindestalter und Altersangaben
5.1 Geschlossene Testphase: Ambrio darf nur von Personen ab 18 Jahren genutzt werden. Bei der Anmeldung zum Betatest auf ambrio.app bestätigst du, dass du mindestens 18 Jahre alt bist, und wir laden nur Personen ein, die dies bestätigt haben. In der App gibst du zusätzlich dein Geburtsdatum an.
5.2 Ab dem öffentlichen Start: Ambrio darf von Personen ab 16 Jahren genutzt werden. Bei der Anmeldung gibst du dein Geburtsdatum wahrheitsgemäss an. Ist jemand jünger als 16 Jahre, wird die Anmeldung automatisch abgelehnt. Für 16- und 17-Jährige gilt der zusätzliche Schutz nach Ziffer 12.
5.3 Du darfst kein falsches Alter angeben und kein Konto für eine andere Person eröffnen. Ab dem öffentlichen Start behandeln wir ein Konto ohne Geburtsdatum wie das Konto einer minderjährigen Person.
5.4 Erfahren wir, dass ein Konto einer Person unter 16 Jahren gehört, sperren wir es umgehend. Die Person kann sich danach nur noch anmelden, um eine Korrektur ihres Geburtsdatums zu verlangen, eine Kopie ihrer Daten anzufordern oder ihr Konto zu löschen. Meldet sie sich nicht innerhalb von 30 Tagen, löschen wir das Konto mit den dazugehörigen Daten. Erfahren wir während der geschlossenen Testphase, dass eine Person unter 18 Jahren teilnimmt, beenden wir ihre Teilnahme und löschen ihr Konto.
5.5 Hast du den Verdacht, dass jemand das Mindestalter nicht erreicht, melde das Konto (Ziffer 14).
5.6 Dein Geburtsdatum kannst du nicht selbst ändern. Eine Korrektur ist nur über unseren Support möglich. Wir verlangen dafür keine Ausweiskopie; jede Änderung wird protokolliert.
6. Verbot sexueller Ausbeutung, sexuellen Missbrauchs und jeder Sexualisierung von Kindern
6.1 Auf Ambrio ist jede Form der sexuellen Ausbeutung, des sexuellen Missbrauchs und der Sexualisierung von Kindern verboten. Das umfasst insbesondere:
- Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern in jeder Form (Ziffer 4.2), auch wenn sie gezeichnet, gespielt, bearbeitet oder mit künstlicher Intelligenz erzeugt sind, einschliesslich Bearbeitungen, die echte Kinder nackt oder sexuell zeigen («Deepfakes»);
- Links zu solchen Darstellungen, Hinweise, wo oder wie sie zu finden sind, sowie Angebote, sie zu tauschen, zu kaufen oder zu verkaufen;
- sexualisierte Darstellungen, Beschreibungen, Kommentare, Witze, Emojis oder Fragen über Kinder, auch wenn sie nicht ausdrücklich sexuell sind, etwa sexualisierende oder abwertende Kommentare über den Körper eines Kindes;
- Darstellungen von Kindern in Nacktheit oder in aufreizenden Posen oder Situationen, auch wenn sie nicht sexuell gemeint sind; Darstellungen in Unterwäsche oder Badebekleidung, wenn das Kind jünger als 16 Jahre ist, der Körper im Mittelpunkt steht oder die Darstellung einen sexuellen Bezug haben kann;
- die Anbahnung von Kontakten zu Kindern in sexueller oder sonst missbräuchlicher Absicht («Grooming»), namentlich wenn dazu Vertrauen aufgebaut, Geschenke, Geld oder Vorteile angeboten, Geheimhaltung verlangt oder das Gespräch auf andere Dienste verlagert wird;
- das Auffordern eines Kindes zu sexuellen Handlungen, zu sexuellen Gesprächen oder zum Senden intimer Bilder oder Videos;
- das Senden sexueller oder intimer Inhalte an ein Kind;
- die Erpressung mit intimen Bildern oder Videos («Sextortion») sowie das Androhen, solche Inhalte zu veröffentlichen;
- das Weiterleiten oder Veröffentlichen intimer Bilder oder Videos ohne Zustimmung der abgebildeten Person;
- das Anbieten, Vermitteln oder Suchen sexueller Handlungen mit Kindern, auch gegen Geld oder andere Vorteile, sowie Inhalte, die Menschenhandel oder die Ausbeutung von Kindern fördern oder dazu anleiten;
- Inhalte, die sexuelle Kontakte zwischen Erwachsenen und Kindern verharmlosen, rechtfertigen oder als normal darstellen;
- Anleitungen oder Ratschläge, wie man Kontakt zu Kindern in missbräuchlicher Absicht aufnimmt, Kinder manipuliert oder einer Entdeckung entgeht;
- Rollenspiele, Fantasien oder Geschichten mit sexuellem Inhalt, an denen Kinder beteiligt sind oder in denen eine Person als Kind dargestellt wird (Ziffer 4.3);
- Benutzernamen, Profilbilder, Gruppennamen oder Beschreibungen, die auf ein sexuelles Interesse an Kindern hinweisen.
6.2 Diese Verbote gelten auch, wenn alle Beteiligten minderjährig sind, wenn eine Person Inhalte von sich selbst teilt oder wenn eine Darstellung angeblich zu Kunst-, Bildungs- oder Forschungszwecken geteilt wird. Sexuelle Inhalte jeder Art sind auf Ambrio ohnehin nicht erlaubt.
6.3 Erlaubt bleibt das sachliche Sprechen über Schutz, Prävention und Hilfe, zum Beispiel ein Hinweis auf eine Beratungsstelle, solange dabei keine verbotenen Inhalte gezeigt oder beschrieben werden.
7. Verbot von Gewalt gegen Kinder
7.1 Auf Ambrio ist verboten:
- Darstellungen von Gewalt gegen Kinder, einschliesslich körperlicher Strafen, Misshandlung und Vernachlässigung, unabhängig davon, ob die Gewalt echt, gespielt, gezeichnet oder mit künstlicher Intelligenz erzeugt ist;
- Inhalte, die Gewalt gegen Kinder verherrlichen, verharmlosen, gutheissen oder als lustig darstellen;
- Drohungen gegen Kinder sowie Aufrufe oder Anleitungen zu Gewalt gegen Kinder;
- Mobbing, Belästigung, Blossstellen, Demütigen oder Beleidigen von Kindern sowie das Filmen oder Fotografieren solcher Handlungen;
- Inhalte, die Kinder zu Gewalt gegen andere oder gegen sich selbst anstiften.
7.2 Erlaubt bleiben sachliche Hinweise auf Hilfsangebote und Berichte über Gewalt, die der Aufklärung dienen und keine Gewalt gegen Kinder zeigen.
8. Alkohol, Tabak, Drogen und Glücksspiel
8.1 Kein Alkohol für Kinder. Über Ambrio darf niemand einem Kind Alkohol anbieten, abgeben, verkaufen, besorgen oder zum Konsum zur Verfügung stellen. Verboten sind auch Aufforderungen an Kinder, Alkohol zu trinken, und Anleitungen, wie Kinder an Alkohol gelangen oder Alterskontrollen umgehen können.
8.2 Keine Darstellung von Kindern mit Alkohol. Verboten sind Darstellungen, in denen Kinder Alkohol trinken, Alkohol in der Hand halten, betrunken sind oder in denen Alkoholkonsum durch Kinder als normal, lustig oder erstrebenswert dargestellt wird.
8.3 Keine Verherrlichung von Alkohol. Für alle Nutzerinnen und Nutzer verboten sind Inhalte, die übermässigen Alkoholkonsum, Rauschtrinken, Trinkspiele oder Trinkwettbewerbe verherrlichen, dazu auffordern oder als Voraussetzung für Erfolg, Beliebtheit oder Zugehörigkeit darstellen. Quests, deren Ziel oder Inhalt Alkoholkonsum ist, sind nicht erlaubt.
8.4 Kein Alkohol für Jugendliche auf Ambrio. 16- und 17-Jährigen zeigen wir keine Lokale, deren Schwerpunkt Alkohol ist, etwa Bars und Clubs, keine Quests und Angebote dieser Lokale und keine Quests, die wir als «nur für Erwachsene» markiert haben. Quests, die Alkohol erwähnen, schlagen wir ihnen nicht vor (Ziffer 12.2 b).
8.5 Keine Belohnungen mit Alkohol. Belohnungen, Vergünstigungen, Wettbewerbe und Preise auf Ambrio dürfen für niemanden aus alkoholischen Getränken bestehen.
8.6 Partner müssen die Abgabe- und Werbebeschränkungen für alkoholische Getränke einhalten. Sie allein sind für die Alterskontrolle beim Verkauf und Ausschank verantwortlich; die Altersangabe auf Ambrio ersetzt diese Kontrolle nicht. Werbung von Partnern für alkoholische Getränke darf sich nicht an Personen unter 18 Jahren richten, nicht jugendlich aufgemacht sein und für gebrannte Wasser (Spirituosen) keine Preisvorteile, Zugaben oder Wettbewerbe enthalten.
8.7 Tabak, Nikotin, Cannabis und Drogen. Verboten sind Inhalte, die Kindern Tabak-, Nikotin- oder Cannabisprodukte, E-Zigaretten, Drogen oder Medikamente ohne Verschreibung anbieten, sie dazu auffordern oder deren Konsum durch Kinder zeigen oder verherrlichen. Der Verkauf oder die Vermittlung von Drogen ist auf Ambrio für alle verboten.
8.8 Glücksspiel und Wetten. Inhalte, die Kinder zu Glücksspiel oder Wetten um Geld auffordern oder ihnen solche Angebote machen, sind verboten.
9. Weitere Gefährdungen von Kindern und Jugendlichen
9.1 Auf Ambrio ist ausserdem verboten:
- Inhalte, die Selbstverletzung, Suizid oder Essstörungen fördern, verherrlichen oder dazu anleiten;
- gefährliche «Challenges», Mutproben oder Aktivitäten, die Kinder zu riskantem Verhalten verleiten;
- das Anbieten oder Verherrlichen von Waffen gegenüber Kindern;
- Inhalte, die Kinder zu extremistischen, hasserfüllten oder gewalttätigen Gruppen anwerben oder radikalisieren;
- das Veröffentlichen persönlicher Angaben eines anderen Kindes ohne dessen Zustimmung, aus denen sich sein Wohnort, seine Schule, sein Aufenthaltsort oder sein Tagesablauf ergibt;
- das Ausnützen von Kindern für kommerzielle Zwecke, etwa durch Arbeit, Betteln oder bezahlte Werbung, die dem Kind schaden kann;
- das Anlocken eines Kindes zu einem Treffen allein mit einer erwachsenen Person, die es nicht persönlich kennt, sowie das Auffordern eines Kindes, ein Treffen vor seinen Eltern geheim zu halten;
- das Verbreiten von Inhalten mit Kindern, um diese zu verspotten oder zu Gegenständen von Bewertungen zu machen.
9.2 Ist jemand in Gefahr, sich selbst zu verletzen, verweisen wir auf Hilfsangebote, etwa die Beratung von Pro Juventute unter der Nummer 147 oder die Dargebotene Hand unter der Nummer 143, und ziehen bei akuter Gefahr die Polizei bei.
10. Bilder und Angaben von Kindern
10.1 Fotos und Videos, auf denen Kinder unter 16 Jahren erkennbar sind, darfst du nur teilen, wenn du für das Kind erziehungsberechtigt bist oder die Erziehungsberechtigten zugestimmt haben. Ist das Kind alt genug, um selbst zu entscheiden, braucht es auch seine eigene Zustimmung. Bei Jugendlichen genügt ihre eigene Zustimmung.
10.2 Auch mit Zustimmung sind verboten: Bilder von Kindern in Nacktheit, im Bad, beim Umziehen oder in Situationen, die das Kind blossstellen oder ihm peinlich sein können, sowie Bilder in Unterwäsche oder Badebekleidung nach Ziffer 6.1 d.
10.3 Teile zu Bildern von Kindern keine Angaben, aus denen sich der volle Name, die Schule, der Wohnort oder der aktuelle Aufenthaltsort des Kindes ergibt.
10.4 Verlangt ein Kind oder ein Elternteil, dass ein Bild oder Video des Kindes entfernt wird, prüfen wir das Anliegen umgehend und entfernen das Bild oder Video, wenn das Kind darauf erkennbar ist und keine überwiegenden Gründe dagegen sprechen. Du kannst dies über die Meldefunktion oder per E-Mail an safety@ambrio.app verlangen.
11. Partner, Quests und Werbung
11.1 Partner dürfen keine Quests, Angebote, Veranstaltungen oder Inhalte anbieten, die Kinder gefährden, sich an Kinder unter 16 Jahren richten oder gegen diese Standards verstossen.
11.2 Quests und Angebote, bei denen Alkohol eine Rolle spielt, dürfen nicht für Jugendliche bestimmt sein (Ziffer 8.4). Partner stellen sicher, dass Personen unter dem gesetzlichen Mindestalter bei ihnen keinen Alkohol erhalten.
11.3 Quests, die wir als «nur für Erwachsene» markieren, zeigen wir Jugendlichen nicht an. Partner müssen bei ihren Quests auf nötige Voraussetzungen hinweisen, etwa Mindestalter, Fähigkeiten und Ausrüstung.
11.4 Werbung, hervorgehobene und gesponserte Inhalte müssen diesen Standards entsprechen. Wir senden Jugendlichen keine Partnerangebote per Push-Mitteilung oder E-Mail (Ziffer 12.2).
11.5 Partner veröffentlichen ihre Quests selbst. Partnerinhalte, die gegen diese Standards verstossen, lehnen wir ab oder entfernen sie.
11.6 Partner sind verpflichtet, uns Verstösse gegen diese Standards, von denen sie im Zusammenhang mit Ambrio erfahren, unverzüglich an safety@ambrio.app zu melden.
11.7 Verstösst ein Partner gegen diese Standards, können wir seine Inhalte entfernen, sein Konto sperren und die Zusammenarbeit fristlos beenden. Weitere Ansprüche nach den Partnerbedingungen bleiben vorbehalten.
12. Zusätzlicher Schutz für Jugendliche (16 und 17 Jahre)
12.1 Diese Ziffer gilt ab dem öffentlichen Start, sobald Ambrio für Personen ab 16 Jahren geöffnet wird. Die meisten Schutzmassnahmen sind in unserer Datenbank durchgesetzt, einige in der App. Sie gelten auch für Konten ohne Geburtsdatum.
12.2 Für Jugendliche gilt:
- Kein Standort: Sie können ihren aktuellen Standort nicht senden und erhalten keine Standorte von anderen. Einen als Text getippten Ort können wir technisch nicht verhindern – teile deshalb nie deinen Standort mit Personen, die du nicht persönlich kennst.
- Kein Alkohol: Lokale mit Schwerpunkt Alkohol und ihre Quests und Angebote werden ihnen nicht angezeigt; Quests, die Alkohol erwähnen, schlagen wir ihnen nicht vor (Ziffer 8.4).
- Nicht auffindbar für Fremde: Personen, die nicht bereits befreundet oder in einer gemeinsamen Gruppe sind, können sie nicht suchen und nicht finden, auch nicht über den genauen Benutzernamen. Freundschaften entstehen nur über einen persönlichen Code oder eine Freundschaftsanfrage, die sie annehmen.
- Keine öffentlichen Gruppen: Sie können öffentliche Gruppen weder sehen noch ihnen beitreten noch dazu eingeladen werden. Eine Gruppe, in der eine jugendliche Person Mitglied ist, kann nicht öffentlich gemacht werden.
- Nachrichten nur von Freunden und Gruppenmitgliedern: Nachrichten sind nur zwischen Freunden und Mitgliedern gemeinsamer Gruppen möglich. In private Gruppen können sie nur von Freunden eingeladen werden.
- Zurückhaltende Voreinstellungen: Lesebestätigungen und Tippanzeigen sind anfangs ausgeschaltet; sie können sie selbst einschalten. Serien («Streaks») gibt es auf Ambrio nicht.
- Keine Werbung per Mitteilung: Partnerangebote per Push-Mitteilung oder E-Mail erhalten sie nicht.
- Keine Zahlungen: Kostenpflichtige Funktionen und Zahlungen an Partner über die App stehen ihnen nicht zur Verfügung.
- Keine Quests nur für Erwachsene: Quests, die wir als «nur für Erwachsene» markiert haben, sehen sie nicht (Ziffer 11.3).
- Melden und Blockieren: Sie können jede Person blockieren und Beiträge, Kommentare, Nachrichten, Profile, Gruppen und Bewertungen melden. Blockierte Personen können sie weder kontaktieren noch erwähnen.
12.3 Tipps für Jugendliche: Triff dich nie allein mit jemandem, den du nur online kennst. Schick niemandem intime Bilder – auch nicht einer Person, der du vertraust. Wenn dich jemand unter Druck setzt, mit Bildern erpresst oder dir Angst macht: Antworte nicht, mach keine Zahlungen, lösche nichts, blockiere die Person, melde sie uns und der Polizei und sprich mit einer erwachsenen Vertrauensperson oder mit Pro Juventute (147). Du bist nicht schuld. Wenn du an einer Quest in einem Lokal teilnimmst: Du musst keinen Alkohol trinken, und niemand darf dich dazu drängen.
12.4 Für Eltern und Erziehungsberechtigte: Du kannst uns jederzeit unter safety@ambrio.app kontaktieren, wenn du dir Sorgen um dein Kind machst, ein Konto deines Kindes unter 16 Jahren melden oder die Entfernung von Bildern deines Kindes verlangen willst.
13. Wie wir vorbeugen
13.1 Für Freundesgruppen gebaut: Ambrio richtet sich an Freundesgruppen. Es gibt keinen Zufallschat und keine anonymen Nachrichten. Nachrichten sind nur zwischen Freunden und Mitgliedern gemeinsamer Gruppen möglich.
13.2 Melden und Blockieren überall: Beiträge, Kommentare, Nachrichten, Profile, Gruppen und Bewertungen können in der App gemeldet werden, Partnerinhalte per E-Mail an safety@ambrio.app. Jede Person kann andere blockieren.
13.3 Moderation: Gemeldete Inhalte prüft unser Team. Es kann Inhalte ausblenden und entfernen und Konten sperren. Quests von Partnern können wir jederzeit offline nehmen.
13.4 Keine automatische Erkennung: Wir filtern Inhalte heute nicht automatisch. Wir sind deshalb auf Meldungen angewiesen und prüfen jede Meldung (Ziffer 15).
13.5 Gesperrte Personen bleiben draussen: Wer wegen eines Verstosses gegen Ziffer 6 gesperrt wurde, darf kein neues Konto eröffnen. Neue Konten dieser Person sperren wir, sobald wir sie erkennen. Eine technische Sperre, die eine neue Anmeldung verhindert, haben wir nicht.
13.6 Unser Team: Meldungen bearbeiten nur die drei in Ziffer 19.1 genannten Personen. Sie behandeln Meldungen vertraulich.
13.7 Datenschutzfreundliche Voreinstellungen: Wir stellen Ambrio so ein, dass nur so viele Personendaten bearbeitet und sichtbar werden wie nötig, besonders bei Jugendlichen.
14. So meldest du einen Verstoss
14.1 In der App: Öffne bei einem Beitrag, Kommentar, Profil oder einer Gruppe das Menü «⋯» und wähle «… melden»; eine Nachricht hältst du gedrückt und wählst «Nachricht melden». Wähle den Grund «Betrifft jemanden unter 18». Du kannst die Person zusätzlich blockieren.
14.2 Per E-Mail: Du kannst uns jederzeit an safety@ambrio.app schreiben, auch wenn du kein Ambrio-Konto hast. Beschreibe, wo du den Inhalt gesehen hast (Benutzername, Gruppe, Datum, Uhrzeit). Du kannst anonym melden.
14.3 Kein Material weiterleiten: Bitte leite verbotenes Material nicht weiter, lade es nicht herunter und erstelle keine Kopien oder Screenshots davon, auch nicht, um es uns zu zeigen. Das Weiterleiten kann selbst strafbar sein. Beschreibe uns, wo du es gesehen hast. Gemeldete Nachrichten speichern wir mit der Meldung, auch wenn sie später gelöscht werden.
14.4 Bei unmittelbarer Gefahr: Ist ein Kind in unmittelbarer Gefahr, wende dich sofort an die Polizei (Notruf 117, europäischer Notruf 112).
14.5 Weitere Stellen: Du kannst Straftaten auch direkt bei der Polizei anzeigen. Ist das Wohl eines Kindes gefährdet, kannst du dich an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) am Wohnort des Kindes wenden. Kinder und Jugendliche erhalten vertraulich Rat bei Pro Juventute (147).
14.6 Schutz meldender Personen: Wir geben die Identität der meldenden Person nicht an die gemeldete Person weiter, ausser wir sind gesetzlich dazu verpflichtet. Wer in gutem Glauben meldet, muss keine Nachteile befürchten. Wer wissentlich falsch meldet, verstösst gegen diese Standards.
15. Was wir nach einer Meldung tun
15.1 Prüfung: Wir prüfen jede Meldung innerhalb von 48 Stunden, auch am Wochenende. Meldungen zu sexueller Ausbeutung von Kindern, Gewalt gegen Kinder und unmittelbarer Gefahr behandeln wir vorrangig.
15.2 Sofortmassnahmen: Verbotene Inhalte entfernen oder sperren wir sofort. Bei begründetem Verdacht auf sexuelle Ausbeutung oder Gewalt gegen Kinder sperren wir das Konto vorsorglich, bis der Fall geklärt ist.
15.3 Unmittelbare Gefahr: Deutet eine Meldung darauf hin, dass ein Kind in unmittelbarer Gefahr ist, verständigen wir sofort die Polizei.
15.4 Meldung an Behörden: Fälle von sexueller Ausbeutung oder sexuellem Missbrauch von Kindern, Gewalt gegen Kinder und Menschenhandel melden wir den zuständigen Behörden, namentlich der zuständigen Kantonspolizei oder dem Bundesamt für Polizei (fedpol), und arbeiten mit ihnen zusammen. Erscheint das Wohl eines Kindes gefährdet, können wir auch die zuständige KESB informieren.
15.5 Beweissicherung: Gemeldete Nachrichten speichern wir mit der Meldung (Ziffer 14.3 und 17.3). Wir geben sie nur an die zuständigen Behörden heraus und, soweit nötig, an von uns beauftragte Dienstleister und Rechtsvertreter, die zur Vertraulichkeit verpflichtet sind.
15.6 Rückmeldung: Die meldende Person erhält eine Bestätigung des Eingangs und, soweit dies die Ermittlungen nicht gefährdet und der Schutz der Beteiligten es zulässt, eine Mitteilung über das Ergebnis.
15.7 Begründung an die betroffene Person: Entfernen wir Inhalte oder sperren wir ein Konto, teilen wir dies der betroffenen Person mit Begründung mit, ausser die Mitteilung würde ein Kind gefährden oder die Arbeit der Behörden behindern.
16. Massnahmen bei Verstössen
16.1 Verstösse gegen Ziffer 6 (sexuelle Ausbeutung und Sexualisierung von Kindern): Steht ein Verstoss nach unserer Prüfung fest, entfernen wir die Inhalte, sperren das Konto dauerhaft und melden den Fall den Behörden. Eine Verwarnung gibt es nicht.
16.2 Andere Verstösse: Je nach Schwere und Wiederholung können wir Inhalte entfernen, eine Verwarnung per E-Mail aussprechen, ein Konto vorübergehend oder dauerhaft sperren und den Fall den Behörden melden. Schwere Fälle von Gewalt gegen Kinder (Ziffer 7) und das Anbieten von Alkohol oder Drogen an Kinder (Ziffer 8.1 und 8.7) führen in der Regel zur dauerhaften Sperrung.
16.3 Umgehung: Wer eine Sperrung umgeht, etwa durch ein neues Konto, wird erneut und dauerhaft gesperrt.
16.4 Partner: Für Partner gilt zusätzlich Ziffer 11.7.
17. Zusammenarbeit mit Behörden und Datenschutz
17.1 Wir bearbeiten Personendaten im Zusammenhang mit Meldungen nur, soweit es für den Schutz von Kindern, die Bearbeitung der Meldung, die Durchsetzung dieser Standards und die Zusammenarbeit mit den Behörden nötig ist. Weitere Angaben findest du in unserer Datenschutzerklärung.
17.2 Wir geben Personendaten an Behörden weiter, wenn das Gesetz es verlangt oder wenn es zum Schutz eines Kindes nötig ist. Den Schutz von Kindern vor Ausbeutung und Gewalt betrachten wir als überwiegendes Interesse.
17.3 Bei Verdacht auf eine Straftat gegen ein Kind sichern wir nur, was für die Anzeige und die Aufklärung durch die Behörden nötig ist, übergeben es der Polizei und löschen unsere Kopie, sobald die Behörde dies erlaubt, sofern keine behördliche Anordnung entgegensteht. Gesicherte Missbrauchsdarstellungen werden niemals weitergegeben ausser an die Behörden und niemals für andere Zwecke verwendet.
17.4 Daten von Kindern, die Opfer sind oder sein könnten, behandeln wir mit besonderer Vertraulichkeit.
18. Überprüfung von Entscheidungen
18.1 Bist du mit einer Entscheidung nicht einverstanden, kannst du innerhalb von sechs Monaten per E-Mail an safety@ambrio.app eine Überprüfung verlangen. Eine andere Person aus unserem Team als die, welche entschieden hat, prüft deinen Antrag.
18.2 Inhalte, die sexuelle Ausbeutung von Kindern zeigen, stellen wir nie wieder her. Die Überprüfung einer Kontosperre bleibt möglich.
18.3 Dein Recht, ein Gericht oder eine Behörde anzurufen, bleibt vorbehalten.
19. Verantwortliche und Kontakt
19.1 Für den Schutz von Kindern auf Ambrio sind Lorenzo Sivillica, Constantijn Brenninkmeijer und Jannis Bannwart gemeinsam und gleichberechtigt verantwortlich.
19.2 Ansprechpersonen für Fragen zu diesen Standards und zu unseren Massnahmen gegen sexuelle Ausbeutung und Missbrauch von Kindern sind Lorenzo Sivillica, Constantijn Brenninkmeijer und Jannis Bannwart, erreichbar unter safety@ambrio.app.
19.3 Kontakt für Fragen und Meldungen zum Schutz von Kindern: safety@ambrio.app. Diese Standards findest du auch in der App unter «Einstellungen» → «Rechtliches und Support» → «Kinderschutz».
19.4 Diese Standards gelten für die App «Ambrio» im App Store von Apple und bei Google Play sowie für die Website ambrio.app. Sie sind ohne Anmeldung unter ambrio.app/kinderschutz abrufbar.
20. Gesetze und Regeln, die wir einhalten
20.1 Wir halten die anwendbaren Gesetze zum Schutz von Kindern und Jugendlichen ein und richten diese Standards insbesondere an folgenden Regeln aus:
- die Bundesverfassung (Art. 11, Schutz der Kinder und Jugendlichen);
- das Schweizerische Strafgesetzbuch, namentlich die Bestimmungen über Gewaltdarstellungen (Art. 135), das Verabreichen gesundheitsgefährdender Stoffe an Kinder (Art. 136), Erpressung (Art. 156), Menschenhandel (Art. 182), sexuelle Handlungen mit Kindern und mit Abhängigen (Art. 187 und 188), sexuelle Handlungen mit Minderjährigen gegen Entgelt (Art. 196), Pornografie (Art. 197), das unbefugte Weiterleiten nicht öffentlicher sexueller Inhalte (Art. 197a) und sexuelle Belästigungen (Art. 198);
- das Zivilgesetzbuch, namentlich den Schutz der Persönlichkeit (Art. 28) und das Melderecht an die Kindesschutzbehörde (Art. 314c);
- das Datenschutzgesetz, namentlich den Datenschutz durch Technik und datenschutzfreundliche Voreinstellungen (Art. 7);
- die Abgabe- und Werbebeschränkungen für alkoholische Getränke nach dem Lebensmittelgesetz (Art. 14), der Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung (Art. 42 und 43) und dem Alkoholgesetz (Art. 41 und 42b);
- die Regeln der App-Stores von Apple und Google zum Schutz von Kindern und zu nutzergenerierten Inhalten.
20.2 Wo diese Standards strenger sind als das Gesetz, gelten auf Ambrio diese Standards.
21. Änderungen
21.1 Wir passen diese Standards an, wenn sich Ambrio, das Recht oder die Anforderungen der App-Stores ändern. Wesentliche Änderungen teilen wir in der App mit. Massgebend ist die auf ambrio.app veröffentlichte Fassung.
